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Lederhosen pflegen: So reinigen und ölen Sie Leder richtig

In der Zeit der Wegwerfgesellschaft vergessen wir schnell, dass manche Dinge eigentlich ewig halten – wenn wir sie pflegen. Echtes Leder wurde früher bewusst als Material der Wahl für die Herstellung hochwertiger Kleidung und Schuhe eingesetzt. Denn es ist robust, langlebig und glänzt durch viele weitere Vorteile. Wenn Sie also gutes Leder ihr Eigen nennen, pflegen und reinigen Sie es richtig. Betrachten Sie Hosen und Schuhe aus Leder als lebenslangen Begleiter. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie bei Reinigung und Pflege achten müssen und welches Leder Sie durch Einfetten und Ölen wieder in Form bringen.

Lederhose pflegen und reinigen: Tipps und AnleitungBevor Sie sich damit beschäftigten, wie Sie Ihr Leder richtig pflegen, ob es waschbar ist, gebürstet und eingefettet werden sollte, müssen Sie zunächst die verschiedenen Lederarten kennen. Jedes Leder hat nämlich ganz eigene Eigenschaften. Zu den meisten Vorteilen des Leders gegenüber synthetischer Ersatzstoffe gehört:

  • Echtes Leder ist wärmeisolierend, klimatisierend und atmungsaktiv.
  • Echtes Leder nimmt Körperschweiß auf und sondert ihn später wieder langsam aus.
  • Echtes Leder ist bei guter Pflege außen wasserabweisend.
  • Gut gepflegtes Leder ist geschmeidig, flexibel formbar und dennoch stabil.
  • Leder nutzt nicht schnell ab, ist sehr robust, reißfest und übersteht auch die Reibung mit scharfen oder groben Gegenständigen problemlos.

Wenn man sich all diese Materialeigenschaften vor Augen führt, ist es kein Wunder, dass gerade Menschen in ländlichen Gegenden, wo noch traditionell gekleidet wird, viel Leder tragen. Besonders in Bayern und in Österreich, wo Trachtenmode zeitlos ist und auch von jungen Menschen geschätzt wird, sind Leder-Trachtenhosen sehr beliebt. Aber auch passende Lederschuhe erleben derzeit eine Renaissance. Wenn Sie nun stolzer Besitzer einer echten Trachtenhose, wie etwa eine hochwertige Lederhose von MOSER Trachten, sind oder gerne klassische Haferlschuhe tragen, sollten Sie sich unsere Pflege-Tipps aufmerksam durchlesen, um sich an der langen Haltbarkeit zu erfreuen.

Neben den oben erwähnten Vorteilen, sollten aber auch die Nachteile der Lederherstellung nicht unerwähnt bleiben. Bei der Lederproduktion und Gerbung entstehen nämlich zahlreiche Gifte. Diese sind problematisch für die Umwelt, aber auch für die Gesundheit des Verbrauchers. Um Schadstoffe und damit einhergehende Risiken für Allergien und Hautreaktionen zu vermeiden, sollen Sie nur seriös geprüfte und zertifizierte Lederwaren kaufen. In dieser Infografik erklärt der TÜV-Süd anhand von Schuhen als Beispiel, welche Risiken zu beachten sind und warum der Kauf von zertifizierten Schuhen sinnvoll ist.

Das sollten Sie vor der ersten Reinigung wissen

Exotische Lederarten, sehr teures oder altes Exklusivleder sowie Pelze und Lammfelle sollte Sie lieber nicht selber waschen, sondern professionell reinigen lassen oder mindestens eine Beratung beim Fachhändler einholen. Es gibt leider aber auch sehr viel an billiger Lederware, die in der Herstellung zu unzureichend fixiert wurde. Bei der Reinigung verliert solches Leder an Farbstoffen und Fetten. Dadurch kann das Leder hart werden, an Farbe verlieren oder schlicht einlaufen. Eine hundertprozentige Garantie, dass Ihre Lederhose nach dem Waschen nicht eingeht und noch wie neu aussieht, gibt es daher nicht. Erst nach der ersten Reinigung, die etwas Überwindung kostet, wissen Sie, welche Qualität Ihr Leder tatsächlich hat und ob Sie es beim nächsten Mal selber waschen oder in die Reinigung geben müssen.

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Tipp: Oft findet man an der Kleidung ein ganz kleines Stück Leder in der Innenseite, das sich abschneiden lässt. Mit dieser kleinen Probe können Sie eine Testreinigung durchführen. Anschließend schauen Sie sich an, wie sehr sich das Leder verändert hat und ob es hart geworden ist. Behandeln Sie es noch mit Lederfett und lassen Sie es ein paar Tage liegen. So erfahren Sie viel über Ihre Kleidung, ohne etwas zu riskieren.

Kann man Bekleidungsstücke und Waren aus Leder waschen?

Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass man Leder nicht waschen darf. Grundsätzlich ist Glattleder waschbar, allerdings gibt es einige Dinge dabei zu beachten, damit das Waschergebnis keinen Schock auslöst:

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Leder gehört nicht in die Waschmaschine! Wir empfehlen nur die Handwäsche für Lederhosen, Lederjacken und sonstige Lederwaren. Denn nur die schonende Wäsche mit der Hand ist kurz aber intensiv genug, um Schmutz und Flecken zu entfernen und dabei kontrolliert vorzugehen.

Fett- und Bierflecken entstehen schnell, doch sie lassen sich auch leicht entfernen.

Fett- und Bierflecken entstehen schnell, doch sie lassen sich auch leicht entfernen.

Nicht zu empfehlen, aber machbar: Waschmaschine

Wenn es gar nicht anders geht und Sie Ihre Lederhose in der Waschmaschine reinigen möchten, wählen Sie als möglichst kurzes Waschprogramm mit der niedrigsten Temperatur. Also einfach kalt und Kurzwäsche. Warmes Wasser kann das Leder verfärben. Beachten Sie folgende Tipps:

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  • Verzichten Sie dabei auf gängige Reinigungsmittel und Vollwaschmittel.
  • Verwenden Sie ein hochwertiges Lederwaschmittel und befolgen Sie die Anweisungen des Herstellers.
  • Waschen Sie immer nur ein Kleidungsstück. Nie zwei oder mehrere Ledersachen zusammen in die Waschmaschine geben.
  • Schleuderprogramm deaktivieren. Verzichten Sie unbedingt auf das Schleudern. Schonende Reinigung hat nichts mit Schleudern zu tun.
  • Trocknen Sie nicht im Trockner. Hängen Sie die Lederware an einem trockenen Ort, der sowohl vor Sonne, als auch vor Wind geschützt ist. Leder muss sehr langsam trocknen. Bringen Sie die Lederhose dabei in Form und ziehen Sie das Leder glatt, um Knitter nach dem Trocknen zu vermeiden.

So bügeln Sie Ihre Lederhose – gilt nur für Glattleder!

Wenn Sie Hosen aus Leder bügeln möchten, vermeiden Sie den direkten Kontakt zwischen Leder und Bügeleisen. Legen Sie daher zunächst ein Tuch aus Baumwolle oder auch Backpapier auf die Hose und bügeln Sie darüber. Die Temperatur sollte möglichst gering sein. Zu heißes Bügeln beschädigt das Leder. Gleiches gilt für Dampf. Verzichten Sie unbedingt auf Dampf, da Sie sonst Flecken erzeugen, die schwer zu entfernen sind.

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Bügeln Sie immer nur Glattleder, niemals Wildleder. Da die hohe Temperatur beim Bügeln ein Austrocknen bewirken kann, müssen Sie das Leder anschließend ölen bzw. einfetten. Am besten geht das mit Lederfett, Ledermilch oder Lederöl. Bewährt haben sich vor allem Lederpflegeprodukte mit natürlichem Bienenwachs. Das Wachs der Bienen macht das Leder nicht nur geschmeidiger und langlebiger, sonder lässt es auch wie neu erstrahlen.

Leder föhnen statt bügeln?

Es gibt Tipps und Ratgeber, die das Föhnen als Alternative zum Bügeleisen empfehlen. Dadurch soll das Leder besonder geschmeidig und weich werden. Wir raten von der Behandlung des Leder mit einem Haartrockner jedoch grundsätzlich ab. Es ist schwer mit einem Trockner gleichmäßig die gesamte Kleidung mit Konstanter Temperatur zu behandeln. Es besteht die Gefahr, dass das Leder beschädigt wird.

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