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Diese Stoffe halten im Winter besonders warm

Schöffel HosenDass im Winter viele gerne den Kult der Naturfaser zelebrieren, hat einen Grund. Denn viele Naturtextilien schützen deutlich besser vor Kälte als die meisten Kunststoffe. Die Naturmaterialien stammen zumeist von Tierfellen, die von der Natur praktisch als optimaler Kälteschutz entwickelt wurden. Nicht umsonst trugen unsere Vorfahren schon während der Eiszeit Schafsfelle und ähnliche Tierfellfabrikate. Neben Stoffen aus Naturfaser gibt es inzwischen aber auch einige leistungsstarke Synthetikfasern, die sich im Winter hervorragend machen. Bestes Beispiel hierfür sind die isolierenden Beschichtungen von Zelten, Schlafsäcken und Sportjacken. Und auch für viele Hosen gelten hier dieselben Empfehlungen.

Wärmende Naturstoffe für den Winter

Diese Stoffe halten im Winter besonders warmZu den wichtigsten tierischen Bezugsquellen für Stoffe, die im Winter schön warm halten, gehören Tiere, die von Haus eher in kühleren Regionen anzutreffen sind. Vor allem Felle und Gefieder von Wintervögeln und Paarhufern, die ganzjährig in gemäßigten bis arktischen Breitengraden heimisch sind liefern einige der wärmsten Textilien und Textilfutter der Welt. Zu nennen wären hier unter anderem

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  • Enten,
  • Gänse,
  • Schafe
  • und Ziegen

Schafswolle – Der Klassiker unter den Winterstoffen

Wollpullis, Strickwesten und -socken gehören zur Winterkleidung einfach dazu. Und auch Wollhosen erfreuen sich in der kalten Jahreszeit großer Beliebtheit. Zu unterscheiden ist diesbezüglich aber zwischen Baumwolle und Schurwolle. Während Baumwolle als nicht besonders wärmend gilt, ist die Schurwolle von Schafen einer der besten Wärmeisolatoren im Bereich der Naturtextilien. Schon die Schafsfelle an sich sind bis heute sehr begehrte Oberkörper- und Schulterwärmer. Auch werden die Felle gerne als Auflage für Betten genutzt, wo sie insbesondere die Füße schön warm halten. Für Hosen, Pullis, Mützen und Handschuhe verwendet man dagegen meist die gesponnene Schafswolle. Auch in ihr sind die wärmenden Eigenschaften des Schafsfells enthalten.

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Tipp: Es gibt einige Wollarten, die als außergewöhnlich wärmend gelten. Hierzu zählt insbesondere die sogenannte Merinowolle. Sie wird vom gleichnamigen Merinoschaf gewonnen, dessen Fell sich durch eine sehr feine, weiche und gekräuselte Struktur auszeichnet. Des Weiteren existieren es einige Wollfabrikate, die aufgrund ihrer speziellen Verarbeitung gut warm halten. Zu nennen wäre diesbezüglich der Tweed aus Schottland. Das Gewebe der traditionellen Kiltstoffe ist primär aus Schafswolle von Shetland-Schafen bzw. Cheviotwollschafen gefertigt. Außerdem werden im Tweed auch gerne andere Tierhaare wie Angora, Alpaka oder Kaschmir verarbeitet.

Angora und Kaschmir – die Luxustextilien unter den Naturstoffen

Neben Schafen liefern auch Ziegen qualitativ äußerst hochwertige Naturtextilien. Angora wird hier von der Angoraziege gewonnen. Ihre als Mohair bekannten Ziegenhaare finden vielseitige Verwendung in der Mode-, Ski- und Spielzeugindustrie. Deutlich kostbarer und deshalb nur für exklusive Edelfabrikate in Verwendung ist dagegen das Haar der Kaschmirziege. Berühmt sind vor allem Kaschmirschals. Es gibt jedoch auch elegante Kaschmirhosen und Oberteile aus Kaschmir. Diese bestechen durch ein besonders sanftes Tragegefühl und außergewöhnliche Leichtigkeit des Textilstoffes trotz guter Wärmedämmung.

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Daunen – Nicht nur für Jacken und Bettwäsche gut

Daunenfedern stammen aus dem sogenannten Daunenkleid, das bei den meisten Vögeln unter dem eigentlichen Gefieder sitzt und dort als natürliche Wärmedämmung dient. Als Füllstoff für Kissen und Bettdecken sind die Daunen von Gänsen und Enten klassische Bestandteile hochwertiger Winterbettwäsche. Außerdem gibt es Daunenjacken, die in der Regel als Spezialkleidung für Aufenthalte in kalter Umgebung gelten. In diesem Zusammenhang sind auch Daunenhosen nicht unüblich. Sie stellen zum Beispiel die traditionelle Beinbekleidung beim Ski- und Schneeanzug. Während der Außenstoff meist aus Polyester gefertigt ist, bilden Daunen die Füllung der Anzüge. Als weiches Polster schützen sie dann nicht nur vor Kälte, sondern als Stoßdämpfer auch vor Verletzungen beim Skifahren.

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Weitere Naturstoffe mit guter Wärmedämmung

Naturstoff Herkunft
Reißwolle wird aus Altttextilien gewonnen und ist somit ein ökologisches Recyclingprodukt
Quiviut Unterwolle des Moschusochsen und als wärmende Naturfaser ein wichtiger Textilstoff der Eskimos
Alpaka-Faser namensgemäß aus dem Fell der Alpaka-Kamels gewonnen, besonders weich und flauschig

Synthetische Stoffe mit isolierenden Eigenschaften

Es existieren bisweilen nicht viele synthetische Stoffe, die wärmende Eigenschaften besitzen und sich gleichermaßen gut als Kleidungstextilien machen. Meist besitzen die Synthetikstoffe auch gar keine isolierenden Eigenschaften, auch wenn sie wind- und wasserfest sind. Eine Ausnahme gibt es aber.

Fleece – Die Synthetikwolle für den Winter

Wenngleich Polyester selbst keinen Wärmeschutz bietet, lässt sich aus dem synthetischen Stoff doch eine Textilie mit guter Isolierung gegen Kälte herstellen. Die Rede ist von Fleece. Dem Faserpelz ähnlich, besteht der Veloursstoff in der Regel aus Polyesterfasern, wie sie unter anderem aus recycelten PET-Flaschen gewonnen werden. Fleece hält deshalb nicht nur warm, sondern ist auch ökologisch wertvoll. Darüber hinaus liegt die Synthetikwolle sehr weich auf der Haut und zeigt sich äußerst widerstandsfähig.

Allerdings schützt Fleece nicht vor Wind und ist hochempfindlich gegenüber Hitze und Funkenschlag. Der synthetische Stoff kann also leicht entflammen, weshalb im Winter gerade bei Aufenthalten am wohlig warmen Kamin- oder Lagerfeuer Vorsicht geboten ist. Außerdem ist Fleece mitverantwortlich für die Entstehung von Mikroplastik, da sich beim Waschen von Fleece stets kleine Mengen an Kunststoff auswaschen. So gelangt die Mikroplastik über Abwässer in Kläranlagen, die keine Synthetik filtern können. Vor diesem Hintergrund ist Fleece eine der Ursachen für Verschmutzung der Weltmeere durch synthetische Stoffe.

Vor- und Nachteile von Fleece

  • leistungsstarker synthetischer Stoff mit guter Wärmedämmung
  • verknittert nicht, ist sehr elastisch und langlebig
  • liegt sehr weich auf der Haut
  • wasserabweisende Oberfläche
  • kann recycelt werden
  • nicht winddicht
  • anfällig für elektrostatische Aufladung
  • empfindlich gegenüber Hitze und Feuer
  • Ursache für Meeresverschmutzung durch Mikroplastik

Bildnachweise: Adobe Stock / sborisov, Amazon / Schöffel

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