So reinigen und pflegen Sie Ihre Hose richtig

Drykorn HosenEine falten- und knitterfreie Hose ist vor allem im Job von großer Bedeutung. Und auch im Alltag möchte bestimmt niemand eine verwaschene oder faltenübersäte Hose tragen müssen. Wer gut auf sich achtet, achtet somit auch auf ein gepflegtes Äußeres. Und dazu ist eine ordentliche, frisch gewaschene und faltenfreie Kleidung ein Muss. Vor allem eine gut gereinigte und gepflegte Hose hat einen hohen Stellenwert. Doch wie reinigen und pflegen Sie Ihre Hosen eigentlich richtig? Hierzu gehören das richtige Waschen, Bügeln und Aufhängen der Hosen. Und dazu erhalten Sie in diesem Ratgeber wichtige Tipps: wie Sie bei der Pflege und Reinigung Ihrer Hosen richtig vorgehen können.

Hosen richtig waschen

So reinigen und pflegen Sie Ihre Hose richtigViele Personen geben die Hosen in die Buntwäsche bei 30° C und die Sache ist damit abgeschlossen. Das ist prinzipiell nicht falsch. Nur sollte Ihnen bewusst sein, dass Sie jede Hose so nicht waschen können. Hosen, die aus edlerem Zwirn bestehen, wie beispielsweise Anzughosen, sollten grundsätzlich in die Reinigung. Und weiße Hosen sollten Sie zudem nicht mit anderen Farben mischen.

Grundsätzlich gibt es einige kleine Tipps, die Sie beim Waschen von Hosen beachten sollten, damit Sie an Ihren Hosen länger Freude haben. Diese Tipps werden Ihnen nachfolgend vorgestellt:

  • Bei allen Hosen sollten Sie grundsätzlich die Taschen immer nach außen kehren, damit diese auch innen sauber werden, weil sich hier gerne Flusen sammeln.
  • Wenn die Taschen der Hosen mit Knöpfen versehen sind, sollten Sie am besten die Knöpfe öffnen und anschließend stecken Sie in die Tasche die Lasche.
  • Falls die Hosenbeine umgekrempelt sind, dürfen Sie nicht vergessen, diese wieder zu entkrempeln. Die Hosenbeine werden ansonsten nicht richtig sauber.
  • Nun geht es um den Reißverschluss. Damit der Reißverschluss lange hält und damit Sie vermeiden, dass dieser im Laufe der Zeit sich immer schwerer öffnen und schließen lässt, wäre es ratsam, den Reißverschluss vor dem Waschgang immer zuzuziehen.
  • Mit einem Vollwaschmittel können Sie Hosen aus Synthetik, Leinen oder Baumwolle waschen. Es wäre allerdings besser, solche Hosen mit einem Buntwaschmittel oder Feinwaschmittel zu waschen.
  • Bei Lederhosen findet man auf dem Waschzettel keine Symbole, die bestätigen, dass Sie in der Waschmaschine diese Hosen waschen können. Falls doch, sollten Sie die Lederhosen in diesem Fall allein und zudem im Schonwaschgang waschen. Mit Wollsachen sollten Sie Lederhosen nicht waschen, denn diese fusseln.
  • Cordhosen werden bei 30 bis 40 Grad mit einem Vollwaschmittel gewaschen. Danach auf der Wäscheleine möglichst gerade aufhängen.
  • Das alles sieht bei Jeanshosen bereits ganz anders aus. Einige wichtige Dinge müssen Sie hier beachten, denn nicht jede Jeanshose ist wie die andere. Es sind heutzutage viele verschiedene Jeanshosen erhältlich. Beispielsweise bestehen Denim-Jeans aus vielen unterschiedlichen gefärbten Baumwollfäden. Daher sollten Sie solch eine Jeanshose lediglich bei 30° C waschen.
  • Einen hohen Stretch-Anteil besitzen Röhren-Jeans. Höchstens bei 30° C sollten Sie solch eine Hose waschen. In den Wäschetrockner anschließend nicht geben. Die synthetischen Stretch-Fasern von der Hose halten die hohen Temperaturen nicht aus. Infolgedessen würde sich die Hose verziehen.
  • Generell können Sie Jeanshosen stets in die Buntwäsche geben. Das genau richtige Mittel ist ein Feinwaschmittel oder Buntwaschmittel. Ebenfalls mit einem speziellen Waschmittel für dunkle Kleidung können Sie dunkle Jeans waschen. Dabei geben dunklere Jeanshosen stets etwas Farbe ab. Daher ist es besser, diese nicht mit helleren Jeanshosen zusammen zu waschen.
  • Verzichten Sie beim Waschen von Jeanshosen auf hohe Schleudergänge.

Tipp! Falls Sie eine Hose haben, die aus einem empfindlichen Stoff besteht und Sie sich nicht sicher sind, wie Sie diese am besten Waschen können, sollten Sie diese in die Reinigung geben. Das ist besser, als nach einem falschen Waschgang eine eingelaufene, verformte oder verfärbte Hose vor sich zu haben.

Hosen richtig bügeln

Bevor Sie bügeln, sollten Sie alles vorbereiten. Mit einem Bügelbrett erleichtern Sie Ihre Arbeit immens und für knitterfreie Ergebnisse ist es die beste Voraussetzung. Stellen Sie dabei das Bügelbrett in die richtige Höhe ein – das schont den Rücken. Ein hochwertiges Bügeleisen, wie ein Dampfbügeleisen, ist ratsam. Zudem ist eine Sprühflasche mit Wasser sinnvoll, damit Sie Bügelfehler ausgleichen können.

Bevor Sie mit dem Bügeln beginnen, ziehen Sie den Reißverschluss zu und schließen die Hosenknöpfe, Ösen oder Haken. Auf welcher Stufe des Bügeleisens Sie die Hose bügeln dürfen, erfahren Sie auf dem Pflegeetikett der Hosen durch ein kleines Symbol. Die Hosen sollten Sie nie zu heiß bügeln, da deren Stoffe sonst Schaden annehmen und ruiniert werden können. Die nachfolgende Bügelanleitung erklärt Ihnen das Bügeln von Hosen Schritt für Schritt:

Schritt Hinweise
Vorbereitung
  • Sie beginnen das Bügeln mit der Tasche der Hose und der Taschenklappe. Der Bund wird anschließend geglättet.
  • Die Hose öffnen Sie nun und über das schmale Ende von Ihrem Bügelbrett und ziehen Sie die Hose ungefähr bis zu der Höhe von den Taschen. Mit dem Bügeleisen fahren Sie nun von dem Bund aus in die Richtung der Hosenbeine. Das Hosenoberteil bügeln Sie dabei ringsum. Ein sehr sorgsames Vorgehen erfordern dabei eingenähte Bundfalten.
Bügeln
  • Wenn die Hose über Bügelfalten verfügt, müssen die Hosenbeine korrekt gelegt werden. Die längsseitige Außennaht von der Hose muss genau auf die längsseitige Innennaht passen. Sonst kann ein zufrieden stellendes Ergebnis nicht erzielt werden. Vorerst wird das andere Hosenbein in Richtung Bund nach oben gelegt.
  • Glätten Sie nun die Innenseite und anschließend die Außenseite von der Hose. Wenn Sie grobe Falten vor dem Bügeln mit der Hand ausstreichen, ersparen Sie sich viel Arbeit.
  • Jetzt mit dem anderen Hosenbein genauso verfahren.
  • Die Hosenbeine werden bei Hosen ohne Bügelfalten auf das Bügelbrett einfach glatt gelegt. Nach außen zeigt dabei die Außennaht und nach innen die Innennaht.

Zum Abkühlen wird die fertig gebügelte Hose sogleich auf einen Bügel gehängt. Wie Sie allerdings die Hose richtig aufhängen, erfahren Sie im nächsten Abschnitt.

Vor- und Nachteile einer gebügelten Hose

  • mit einigen Kniffen und einem guten Bügeleisen leicht umsetzbar
  • gebügelte Hosen sehen gepflegter aus
  • Aufwand

Hose richtig aufhängen

Wenn Sie eine Hose auf einen Bügel hängen, heißt das noch nicht, dass sie auch dort bleibt. Die Hose fällt bereits zweimal vom Bügel, bis Sie diesen im Schrank platziert haben. Mit welcher Technik hängen Sie die Hose also richtig auf?

Kennen Sie Savile Row? Das ist im Zentrum von London eine edle Einkaufsmeile, die ebenfalls als „Goldene Meile des Schneiderns“ bezeichnet wird. Dort verstehen die Schneider Ihr Handwerk über Kleidung-Schneidern ziemlich gut. Zum Thema Hosen aufhängen haben Sie sich deshalb auch Gedanken gemacht wegen dem Problem der ständig vom Bügel rutschenden Stoffhose. Die „Savile-Row-Hängetechnik“ ist dabei die Lösung, die richtig fest hält. Die Anleitung dazu erhalten Sie im Folgenden:

  • Den Holzbügel hängen Sie an eine Kleiderstange.
  • Am Hosensaum halten Sie nun die Hose fest, wodurch die Hose nach unten hängt. Den einen Saum halten Sie mit der einen Hand dann links vom Bügel und den anderen Saum mit der anderen Hand rechts davon.
  • Durch den Kleiderbügel ziehen Sie anschließend das erste Hosenbein und lassen es los, bevor Sie den Schritt von dem Hosenende erreichen.
  • Nun nehmen Sie das zweite Hosenbein und ziehen es durch den Bügel hindurch über das erste Hosenbein, bis die Hosenbeine auf gleicher Höhe liegen.

Auch nach Monaten wird eine so aufgehängte Hose richtig fest halten.

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